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EU Insolvenz legal und rechtssicher
– eine Alternative zur deutschen Insolvenz

Stand: 27.01.2020

Von Jens Siegbert

Wer überschuldet ist und vor der Insolvenz steht, stellt sich die Frage, ob es nicht einen leichteren oder schnelleren Weg gibt, als die sechsjährige Insolvenz

in Deutschland zu durchlaufen, um sich seiner Schulden zu entledigen.

Die EU Gesetzgebung macht es für jeden europäischen Staatsbürger möglich, eine EU Insolvenz im europäischen Ausland z.B. in Irland, Lettland oder Spanien erfolgreich, legal und rechtssicher zu durchlaufen. Der Vorteil einer EU Insolvenz ist die deutlich kürzere Frist von 12 Monaten.

Die Vorteile einer EU Insolvenz

In den vergangenen Jahren war England das beliebteste Land für eine schnelle und rechtssichere Insolvenz binnen 12 Monaten. Aufgrund des Brexit scheidet England im Januar 2020 aus.

Ein Blick auf die Mitgliedsstaaten lohnt sich, denn auch andere Länder bieten kurze Entschuldungsfristen ab 12 Monaten. Hier die Top 3 im kurzen Vergleich:

Irland

Privatinsolvenz in Irland

Dauer bis zu Restschuldbefreiung

12 Monate

Mindestquote

Einfaches Verfahren

Deliktische Forderungen

Delitkische Forderungen können in der Irischen Insolvenz beseitigt werden (z.B. Insolvenzverschleppung, Steuerhinterziehung usw.)

Lettland

Privatinsolvenz in Lettland

Dauer bis zu Restschuldbefreiung

0 - 36 Monate

Mindestquote

Einfaches Verfahren

Deliktische Forderungen

keine deliktischen Forderungen

Spanien

Dauer bis zu Restschuldbefreiung

12 - 16 Monate

Mindestquote

Aufwändiges Verfahren

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Die Kanzlei Rieger & Partner

Mit 26 Mitarbeitern und bereits mehr als 1.000 erfolgreich durchgeführten EU Insolvenzen ist die Kanzlei Rieger & Partner mit Sitzen in Lettland, Irland sowie Spanien, welche von dem EU-Juristen Cornelius Rieger und erfolgreichen Buchautor des Praxisratgeber „EU Insolvenz legal und rechtssicher“ gründet und geleitet wird, größter Anbieter und somit auch Marktführer.

Die EU Insolvenz kann tatsächlich jeder EU Bürger in Anspruch nehmen, der Schulden über 70.000 EUR hat. Unter diesem Betrag lohnt es sich nicht seinen Wohnsitz (Lebensmittelpunkt) ins Ausland zu verlegen. Eine EU Insolvenz setzt voraus, dass der Lebensmittelpunkt für eine gewisse Zeit, oder auf Dauer ins Ausland verlagert wird.

Inklusive der Lebenshaltungskosten (Miete, Nebenkosten, Nahrungsmittel, Benzin, Flug usw.) kostet eine EU Insolvenz zwischen 20.000,- EUR und 25.000,- EUR. Hier kommt es auf den persönlichen Lebensstil an. Jedoch, und dies muss berücksichtigt werden, wenn man die Kosten für die Lebenshaltung in einer Deutschen Insolvenz inkludiert liegt auch diese bei 25.000 EUR bis 35.000 EUR.

Somit kann eine EU Insolvenz nicht nur aufgrund der deutlich kürzeren Fristen von Vorteil sein, sondern auch eine finanzielle Einsparung ermöglichen. Eine fachkundige Beratung ist unerlässlich.

Rechtsgrundlage einer EU Insolvenz

Die EU Insolvenz ist kein „Schlupfloch“, sondern ein ausdrücklich vorgesehenes Instrument zur Entschuldung, für dessen Zweck bewusst eine Rechtsgrundlage geschaffen wurde. Im Jahr 2017 wurde durch das Europäische Parlament die europäische Insolvenzverordnung erlassen. Die EU Insolvenz ist somit eine legale Alternative zur nationalen Insolvenz (z.B. Deutschland, Österreich oder Schweiz).

Die Inanspruchnahme einer EU Insolvenz ist ein gesetzlich vorgesehenes Recht eines jeden Bürgers. Nicht nur, dass die Europäische Union diese Möglichkeit in Verwirklichung der Grundfreiheiten Reise und Niederlassungsfreiheit der Europäischen Union, die jedem EU-Staatsbürger zukommen – selbst geschaffen hat und dieses Recht auch in ständiger Rechtsprechung vom Europäischen Gerichtshof anerkannt wird, es gibt auch keinen Straftatbestand, welcher die Durchführung eines EU-Insolvenzverfahrens sanktionieren würde.

Eine EU Insolvenz kann helfen um aus der Schuldenfalle zu kommen.

Insolvenztourismus ist in keinem Mitgliedstaat der EU eine Straftat, sodass es auch keinerlei diesbezügliche Strafurteile gibt. Die Inanspruchnahme der gesetzlich eingeräumten Möglichkeit ist weder illegal noch ethisch verwerflicher als die Inanspruchnahme von Steuerbegünstigungen, die der Gesetzgeber bewusst geschaffen hat.

Neben einer deutlich kürzeren Frist zur Entschuldung bietet die EU Insolvenz noch weitere erhebliche Vorteile. Auch Schulden welche in einer Nationalen Insolvenz, z.B. in Deutschland, nicht von der Restschuldbefreiung umfasst werden, können im Rahmen einer EU Insolvenz beseitigt werden. Insbesondere deliktische Forderungen, resultierend aus einer strafrechtlichen Verurteilung, können im Rahmen der EU Insolvenz beseitigt werden.

Hierzu zählen Straftatbestände wie die Insolvenzverschleppung, Steuerhinterziehung usw. Die Republik Irland ist ein Mitgliedsstaat der EU, welcher nicht vom Brexit betroffen ist. Irland räumt die sogenannte zweite Chance ein, die es Schuldnern ermöglicht sich Forderungen zu entledigen welche aus einer strafrechtlichen Verurteilung resultieren.

Welches Land für eine EU Insolvenz das Beste ist definiert sich über die individuelle Situation. Es kommt immer auf die persönliche Situation des Schuldners an. Nicht für jeden Schuldner ist die Spanien Insolvenz mit 10% Quote geeignet um eine EU Insolvenz durchzuführen, auch wenn dies bei Sonne, Strand und Meer deutlich angenehmer erscheint als Lettland. Irland ist der Allrounder der EU Insolvenzen. Das Zweite-Chance-Prinzip durch das sich ein Schuldner aller Schulden bis auf Unterhaltsforderungen entledigen kann und welches zugleich die höchste Rechtssicherheit bietet, liegt mit deutlichem Abstand auf Platz 1 im EU Insolvenz-Ländervergleich.